|
www.sav-bietigheim.de
Auf dem HW 4
und HW 9 vom Bodensee ins Allgäu
Auf dem HW 4 und HW 9 führte die Rucksacktour
des Schwäbischen Albvereins Bietigheim unter der Führung von Inge und Werner
Schumacher dieses Jahr von Friedrichshafen am Bodensee nach Isny ins Allgäu.
Nach der abwechslungsreichen Bahnfahrt nach
Friedrichshafen konnten sich die Teilnehmer auf dem Seerundwanderweg einige
Zeit am Ausblick auf den Bodensee erfreuen.
Es ging zunächst durch Moor und danach durch Mais- und Hopfenfelder nach
Tettnang, vorbei am neuen Schloss der Grafen von Montfort, erbaut im 18. Jh.
und heute ein Museum und dem alten Schloss, ebenfalls von den Grafen von
Montfort im 17. Jh. erbaut, das heute als Rathaus genutzt wird, und damit
war das Etappenziel des ersten Tages erreicht.
Am nächsten Morgen hieß es frühzeitig die
Wanderschuhe schnüren, denn es lag eine Strecke von 27 km vor den Wanderern.
Gleich zum Anfang der Wanderung ging es kräftig bergauf zur Kapelle auf der
Brünnensweiler Höhe und weiter zum Weiler Herrgottswinkel.
Eine abwechslungsreiche Wanderung durch Wiesen, Obstanlagen, Wälder und
immer wieder Hopfenfelder ließ die Wanderer die lange Strecke vergessen.
Immer wieder wurde mit den Bauern auf den Feldern ein Schwätzchen gehalten
und der Hopfenanbau war für die Teilnehmer von besonderem Interesse. Ca.
sieben Meter hoch wachsen die Pflanzen an den Kletterhilfen aus Draht empor.
Bei der Ernte, innerhalb von drei Wochen Ende August und Anfang September,
werden die Pflanzen knapp am Boden abgeschnitten, vom Gerüst gerissen und
zum Hof gefahren.
Dort werden von Pflückmaschinen die Dolden vom Hopfenstock getrennt,
getrocknet und an die Brauereien verkauft. Angezogen durch einen ganz
speziellen Geruch konnten die Wanderer auf einem Bauernhof diese Arbeit
verfolgen, und der Bauer freute sich an ihrem großen Interesse.
Müder aber zufrieden kamen die Wanderer in Wangen an und ließen es sich
nicht nehmen, den Abend in geselliger Runde beim weit und breit bekannten „Fidelisbäck“
zu beenden.
Am folgenden Tag stand die Wanderung nach
Isny an, die zunächst über die Burgruine Ratzenried führte.
Hier war bei herrlichem Sonnenschein eine Rast angesagt. Die Burg wurde
vermutlich Anfang des 12. Jh. errichtet und sollte die Lehen des Klosters
St. Gallen in der Region sichern und die Abgaben der Höfe einziehen.
Über das Gründelsmoos erreichten die Wanderer Isny und ließen den Wandertag
mit einem kräftigen Nachtessen ausklingen.
Der Schwarze Grat stand am letzten Wandertag
auf dem Programm und so machten sich die Wanderer auf nach Großholzleute.
Jedoch meinte es Petrus an diesem Tag nicht gut, und es fing an zu regnen
und hörte auch nicht mehr auf. So entschloss man sich, auf die letzte
Wanderung auf den Schwarzen Grat zu verzichten, nach Isny zurückzuwandern
und von dort mit dem Bus nach Leutkirch und von hier mit der Bahn wieder
zurück nach Bietigheim zu fahren.
Bilder von der Wanderung:

Zwischen Hopfenfeldern

Neues Schloss in Tettnang

Kapellchen auf der Brünnensweiler Höhe

Indisches Springkraut überall

Rasten muss auch sein

Beim Fidelisbäck

Wangen

Grünes Allgäu

In Großholzleute
|