Ortsgruppe Bietigheim
Das bewährte Team Buchwald/Schollenberger führte eine große Gruppe des
Schwäbischen Albvereins Bietigheim
bei einer Tageswanderung vom Rems- zum Neckartal.
Die Frühlingssonne machte sich rar
an diesem kalten Märztag, als die Wanderer die S-Bahn in Endersbach verließen.
Gleich zu Anfang klärte Siegfried Buchwald darüber auf, dass Endersbach ein
Teilort der großen Remstalgemeinde Weinstadt ist.
Außerhalb des Ortes war der Wanderweg sehr einfach zu finden. Entlang des
Mühlbaches war er als Jakobsweg und
Georg-Fahrbach-Weg (GFW) ausgewiesen. Georg Fahrbach sei
den Albvereinlern kein Unbekannter, erwähnte Buchwald, denn er war lange Jahre
Vorsitzender des Schwäbischen Albvereins. Nach dem Krieg
war er maßgeblich am Wiederaufbau der Bankgeschäfte in Stuttgart beteiligt und
dazu ein engagierter Verfechter des Wander- und Naturschutzgedankens.
Fahrbachs Lebensweg führte vom Kocher- zum Neckartal, daher wurden
symbolisch in dieser schwäbischen Landschaft Wegbezeichnungen als Erinnerung an
ihn angebracht.
Erste Frühlingsboten zeigten sich
am lebhaften Mühlbach, der den Spuren nach zu deuten, auch Hochwasser
geführt hatte. Der angenehm
ebene Weg hörte bald auf und der Anstieg auf den bewaldeten Kernen, einem Berg
im Westen des Schurwaldes gelegen, begann.
In 513m Höhe steht der Kernenturm,
ein einladender Rastplatz, an dem die Gruppe Mittagspause einlegte. Diesen
höchsten Punkt des Schurwaldes
konnten die Wanderer über 135 Stufen erreichen. Informationstafeln geben
Auskunft über die Aussichtsmöglichkeiten bei klarem Wetter,
z.B. Katzenbuckel und Hohenzollern. Trotz eisigem Wind hatte es sich gelohnt
heraufzusteigen, denn die nahegelegenen Rems- und Neckartalorte
konnten allemal ausgemacht werden..
Der Abstieg erfolgte nun durch den
Wald zu den Rebhängen Uhlbachs. Dieser Stadtteil Stuttgarts (Obertürkheim) liegt
in einem Talkessel.
Nun war auch der berühmteste Berg Stuttgarts ins Blickfeld geraten: Der
Wuerttemberg. Die Kapelle erinnert an ein Mausoleum und ist Grablege
der Königsfamilie.
In Uhlbach wies der Wanderführer
auf alte Bauwerke hin: Die Kelter aus dem Jahre 1366, heute Weinbaumuseum, auf
das alte Fachwerk-Rathaus,
das ein Archiv beherbergt, und die gotische Andreaskirche.
Es war nun Zeit für den Abschluss der Wanderung und die Bietigheimer zog es mit Macht in den nahegelegenen warmen Gasthof. Lilo Durian