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Ortsgruppe Bietigheim |
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„Aus
der Vergangenheit die Gegenwart und Zukunft verstehen lernen“ Für die monatliche Halbtageswanderung im April hatte die Ortsgruppe Bietigheim des Schwäb. Albvereins sich einen Besuch des Waldenser-Museums in Ötisheim – Schönenberg vorgenommen. Vorbereitet und durchgeführt wurde die Tour von Hans Lehle. Herzog Eberhard-Ludwig hatte neben dem Bau des
Ludwigsburger Schlosses dem Antrag der aus ihren Wohngebieten im Piemont
ausgewiesenen Mitglieder der Waldenserbewegung stattgegeben, sich in
geeigneten Gebieten seines Herrschaftsgebietes anzusiedeln. Französisch
klingende Ortsnamen wie Groß- und Kleinvillars, Pinache, Perouse, zeugen
noch heute von diesem Ereignis um Nach einer kurzen Bahnfahrt bis Mühlacker
machten sich die Wanderer bei strahlendem Sonnenschein, aber vergleichsweise
kühlen Temperaturen auf den meist durch Wald führenden Weg nach Schönenberg.
Blühende Bäume und Vogelrufe sorgten für eine entsprechende
Frühlingsstimmung. Fast zu bald wurde das Ziel erreicht, wo für die
vorbestellte Führung Frau Vallon auch schon bereit stand. Ihre Beziehung zu
den Waldensern war schon aus ihrem Namen erkenntlich. Das ganze Ausmaß der Waldenserbewegung erschloss sich den Teilnehmern in den Ausführungen zur Namensgebung, die auf einen Laienprediger namens Valdes um 1174 in Lyon zurückgeht. Im folgenden Rundgang durch das zum Museum umgewandelte ehemalige Wohnhaus des Begründers Henri Arnaud erfuhren die Besucher noch manche Einzelheiten aus den Zeiten der Ansiedlung. So ging in Württemberg um 1850 die bis dahin eigene Kirchenverfassung in französischer Sprache in der allgemeinen Evang. Landeskirche auf, während sie in Italien bis heute eigenständig besteht. Welche Bedeutung dem Liedgut in der Reformationszeit zukommt, ist daraus ersichtlich, dass ein ganzer Raum seiner Entwicklung gewidmet ist. Dank einer Vorbestellung konnte die reichlich geistige Kost zur rechten Zeit durch eine notwendige echte Mahlzeit im nahen „Lamm“ ergänzt werden, so dass schon am frühen Nachmittag die Rückfahrt mit der Bahn von Ötisheim aus möglich war. Für Interessenten sei noch abschließend die Telefonverbindung des Henri-Arnaud-Hauses angegeben: 07041/ 7436. Bilder:
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