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Ortsgruppe Bietigheim |
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Wanderausfahrt des Schwäbischen Albvereins Bietigheim in die Geologie, in die Geschichte und in die Sagenwelt der Schwäbischen Alb.
Schon im Bus konnte der Wanderführer Dieter Münzenmaier die Gruppe auf die Besonderheiten der Schwäbischen Alb aufmerksam machen: Die Entstehung der einzigartigen Landschaft mit den verschiedenen Kalkablagerungen der Jurameere vor mehr als 140 Millionen Jahren und die Einwirkung des Wassers, das Hohlräume begünstigte und Höhlen entstehen ließ. Er berichtete aber auch, dass der Albtrauf, der in der Tertiärzeit noch bis Stuttgart reichte, sich immer weiter nach Süden zurück entwickle. Bei der Anfahrt sahen die Wanderer die blaue Bergkette der Schwäbischen Alb näherkommen, die sich wie eine Abgrenzung gegen den strahlenden Himmel darbot. Am Ende des
Lenninger Tales ging es steil hoch zur Albhochfläche, wo zuerst das einzige
Moor der Schwäbischen Alb bei Schopfloch besucht wurde. Bedingung für das
Entstehen eines Moores sind: Ein wasserdichter Vulkanschlot, hohe jährliche
Niederschläge und eine abflusslose Muldenlage. Die Teilnehmer gingen über
einen Schwellenweg und sahen in ein 50ha großes sonnendurchflutetes Gebiet,
in dem es normalerweise häufig regnet. Inge Münzenmaier erklärte die die
besonderen Moorpflanzen, wie die auffällig verzweigten niedrigen Moorbirken,
die nur in extrem säurehaltigen Böden existieren, das Torfmoos oder die
garbenartigen Grashuckel mit dem Namen Bülten. Im 18.Jahrhundert war das
Hochmoor durch den Abbau von Torf fast zerstört worden. Seit 1931 steht das
Gebiet unter Naturschutz. Der Wanderweg führte nun den Albtrauf mit seinen fast senkrechten Abhängen und den hochaufragenden Buchen entlang. Bald erreichten die Wanderer eine Vesperhütte mit fantastischer Aussicht ins Neidlinger Tal. Unweit davon steht der Heimenstein, in dem der Riese Heim seinen Schatz bewachte, wie die Sage weiß. Genau gegenüber ließ angeblich der Riese seine Burg den Reußenstein, errichten. Die Sage berichtet weiter, wie der Riese Heim einen Schlossergesellen für seinen besonderen Mut fürstlich belohnte. Beim „Bahnhöfle“ kam der Anstieg auf die andere Seite des Bergrückens. Jetzt war die wuchtige Ruine Reußenstein auf 744 m Höhe in Sicht. Die nüchterne Wahrheit über die Burg ist, dass im Laufe der Zeit verschiedene namhafte Herren die Burg besaßen. Schließlich verfiel das Bauwerk im 16.Jahrhundert. Als Ausflugsziel ist die Ruine heute ein geeignetes Objekt und die Wanderer konnten das sonnendurchflutete Tal mit den grünen mächtigen Hängen von oben genießen. Auf
Serpentinenwegen durch den Frühlingswald ging es nun 300 m bergab. Lilo Durian Bilder:
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