Ortsgruppe Bietigheim
Tageswanderung des Schwäbischen Albvereins Bietigheim im Schwäbisch-Fränkischen Wald.
Über Stuttgart fuhren die
Albvereinsfreunde des Bietigheimer Albvereins mit der Bundesbahn direkt nach
Murrhardt, um von dort das
Trauzenbachtal zu erwandern. Geführt wurde die Gruppe vom
Ehepaar Umbach.
Schon am Bahnhof Murrhardt wies
der Wanderführer auf die bekannte Jugendstil-Villa Frank hin,
die sich weithin sichtbar am Waldhang präsentiert.
Wolfgang Umbach erklärte die Lage der Kleinstadt Murrhardt im
Rems-Murr-Kreis, die 40 km nordöstlich von Stuttgart liegt. Auf einer Fläche von
71 qkm leben heute14 000 Einwohner in 76 separat gelegenen Ortsteilen (Dörfer,
Weiler, Höfe und Häuser) so informierte er weiter.
Bekannte Unternehmer haben hier namhafte Firmen
gegründet, um nur Söhnle zu nennen, bekannt für seine Waagen. Ein weiter
berühmter
Murrhardter war der Mitbegründer des Albvereins, Prof. Eugen Nägele.
Die Wanderung begann im Wald, wo sich der romantische Trauzenbach harmlos
zeigte. Man konnte sich gut vorstellen, wie
er bei Hochwasser
gefährlich werden kann. Erdrutsche haben
sich hier ereignet und Baumstämme liegen
quer über dem Bach. Inzwischen war die Sonne höher
gestiegen und der Schweiß perlte auf mancher Stirne. Die
Wanderer kamen zu der einsam gelegenen Hördtmühle.
Weiter gings bergauf nach Trauzenbach. Hier wurde Rast unter einem der
prächtigen Walnussbäume eingelegt. Nun war die halbe
Wanderstrecke
erreicht und der Rückweg ging über Wald- und Wiesenlandschaft. In Murrhärle
wartete eine besondere Überraschung.
Die Bewohnerin der Alten Schule bot Getränke an und erzählte die Geschichte der
Schule mit dem Türmchen und dem Feuerglöckchen.
Weite Blicke gingen über Täler und Höhen und was passte besser als das zitierte Gedicht von Eichendorff: „Oh, Täler weit oh Höhen“
Es ging auf weichen Waldwegen
abwärts Richtung Murrhardt. Auf dem Höhenweg über dem Städtchen gab Wolfgang
Umbach noch weitere
Informationen über die Gebäude und die Geschichte, die ihren Ursprung in der
Römerzeit hat. Die heutige Stadt Murrhardt geht auf die
Klostergründung des Abts Walterich zurück (816). Sein
Grab befindet sich in der Walterichskirche, der heutigen Friedhofskirche, auf
einem Hügel
über der Stadt. Im Mittelalter galt Walterich als Wundertäter, was eine rege
Wallfahrt zu seinem Grab auslöste. Die ehemalige Klosterkirche ist heute
Stadtkirche. Sie ist eine Station des Jakobswegs.
Die Wanderer begaben sich im
Städtchen auf Kulturbesichtigung und im Gasthof Engel
konnten sie sich vor der Heimfahrt erquicken.
Lilo Durian
