Ortsgruppe Bietigheim
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Gemeinsam Wandern

Zum 4. Treffen im Rahmen der Staedtepartnerschaft zwischen dem
Verein Sucy Loisirs Accueil und dem Schwaebischen Albverein Bietigheim lud der Albverein diesmal die franzoesischen Freunde in seine Heimatstadt ein,
was für die meisten der 16-koepfigen franzoesischen Wandergruppe
den ersten Besuch in der Partnergemeinde bedeutete.
Das Ziel war, den Gaesten Bietigheim und die naehere Umgebung zu zeigen.

Mit grossem Hallo und vielen Umarmungen wurden die Gäste begruesst, und im Garten, der ganz in den franzoesischen und deutschen Farben dekoriert war, gab es zur Staerkung nach der langen Reise erst einmal Weisswuerste, Brezeln und Bier, und auch ein Kuchenbuffet, auf dem die Schwarzwaelder Kirschtorte nicht fehlen durfte, trug zur Stärkung bei.
Nun war die Zeit reif für einen Spaziergang von Metterzimmern nach Bietigheim, durch die Altstadt zum Hotel, wo am Abend nochmals eine Begruessung stattfand und die Gastgeschenke ueberreicht wurden.

Am naechsten Morgen stand der Empfang durch Herrn Buergermeister Koelz im Rathaus an,
und anschliessend ging es mit Privatautos nach Freudental. Leider meinte es Petrus mit den Wanderfreunden nicht gut, es regnete beim Rundgang durch Freudental in Stroemen. Aber hier zeigte sich, dass es sich um echte Wanderprofis handelt, denn die Gruppe trotzte dem Regen mit angemessener Kleidung. Hans Fleischle liess die Teilnehmer in Freudental und auf dem Altertumsweg an der Wuerttembergischen Geschichte teilhaben und nach der Mittagsrast in der Pfeiferhuette hoerte der Regen auf und die Wanderung konnte auf dem Weinwanderweg zum "geologischen Fenster" im Trocknen fortgesetzt werden.

Am Abend stand ein Besenwirtschaftsbesuch an, der zum Kennenlernen unserer Gegend unabdingbar ist. Nach der Erklaerung, was ein „Besen“ ist, was man dort isst und trinkt und dass er angeblich auf einen Erlass von Karl dem Großen zurückgeht, gab es kein Halten mehr.
Die Wanderfreunde waren vom „Choucroute“ begeistert, der Wein floss in Stroemen und als dann der Ziehharmonikaspieler einsetzte, wurde gesungen, geschunkelt, getanzt und auch eine Polonaise durfte nicht fehlen. Auf speziellen Wunsch eines franzoesischen Freundes wurde auch „Uff d’r schwaeb’scha Eisebahna“ gespielt und gesungen.

Am naechsten Morgen hiess es wieder die Wanderschuhe schnueren, und bei strahlendem Sonnenschein ging es vom Forst über den Salenwald nach Hessigheim, wo die Wanderer in der Felsengartenkellerei eine Kellerfuehrung und anschließend eine Weinprobe mit Wengertervesper erwartete. Beeindruckt waren die Gaeste von den Steillagen und der Menge der Weinberge in unserer Gegend. Mit dem Bus fuhr die Gruppe nach Besigheim und natuerlich war ein Bummel durch die alte Reichsstadt Besigheim unumgaenglich. Mit dem Zug ging es zurück nach Bietigheim und der Abend klang gemuetlich bei einem Barbecue aus.

Am letzten Tag durfte eine Stadtfuehrung durch Bietigheim nicht fehlen und vervollstaendigte die Informationen ueber die Geschichte unserer Stadt und unserer Gegend.
Aber das Abschiednehmen rueckte naeher und bei einem letzten typisch schwaebischen Imbiss mit warmem Fleischkaese und Kartoffelsalat liess man die Tage nochmals Revue passieren und vereinbarte schon das naechste Treffen mit gemeinsamen Wanderungen in Frankreich.

Der Abschied wurde noch etwas hinausgezoegert, aber dann war es unumgaenglich, aus allen Kehlen erklang in deutscher oder franzoesischer Sprache „Nehmt Abschied Brueder….“ und mit vielen Umarmungen und dem Versprechen, sich im nächsten Jahr in Frankreich wieder zu treffen, fuhren die Gaeste ab und die Bietigheimer konnten nur noch die Taschentuecher schwenken.

Dieses Treffen hat die Freundschaft der Mitglieder beider Vereine weiter vertieft. Es haben sich hier zwei Gruppen gefunden, die wie fuereinander geschaffen sind, und die die gemeinsamen Aktivitaeten in vollen Zuegen geniessen, wobei die evtl. auftretenden Sprachschwierigkeiten absolut ins Hintertreffen geraten und vollkommen unbedeutend sind.

Inge Schumacher